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Auch bei den Stromspeichern gibt es unterschiedliche Technoligien. Die für den Modellflug gebräuchlichsten sind: NiCd, NiMH, Li-Ion und Li-Polymer.
Die NiCd (Nickel-Cadmium)-Zellen sind schon sehr lange auf dem Markt und können allgemein als ausgereift und hoch belastbar bezeichnet werden. Doch Vorsicht: Nicht alle Akkus sind für eine hohe Strombelastbarkeit ausgelegt. Nachteilig ist der zuweilen ausgeprägte Memory-Effekt, der dazu führt, dass eine Zelle, die beispielsweise immer nach der Hälfte der Nennkapazität wieder aufgeladen wurde, bei dem Versuch, mehr aus ihr heraus zu holen, streikt. Durch langsames Entladen bis zu Entladeschlussspannung kann man diesen Effekt jedoch wieder löschen.
Update:
Durch ein EU-Verbot sind mittlerweile praktisch keine NiCd-Zellen mehr zu bekommen.
NiMH (Nickel-Metall-Hydrid)-Zellen kamen später auf den Markt, können jedoch, was die Belastung angeht, durchaus schon mit den NiCd-Zellen mithalten. Ihre Vorteile denen gegenüber sind: Eine größere Kapazität - bei gleicher Baugröße - und das Fehlen des hochgiftigen Cadmiums. Allerdings sind diese Zellen etwas schwerer als größengleiche NiCd’s und auch die Selbstentladung ist etwas größer. Dafür tritt der befürchtete Memory-Effekt bei diesen Zellen nicht so deutlich zu Tage.
Update:
Die Zellen der jüngeren Generation wurden immer weiter auf Kapazität gezüchtet. Bei mir starben die Zellen reihenweise weg, so dass ich keine NiMh-Zellen mehr einsetze. Heute kann ich nur noch die Sanyo Eneloop empfehlen. Doch auch diese setze ich im Modellbau nicht mehr ein. Die Zeit dieser Zellen im Modellbau ist meiner Meinung nach abgelaufen. State of the Art-Zellen sind zurzeit: Li-Ion,, LiPo, LiFePo
Li-Ion- und Li-Polymer-Zellen sind die derzeit jüngsten eingesetzten Akkutechnologien. In kurzer Zeit haben sie die Welt des Modellbaus erobert. Die beiden Lithium-Techniken ähneln sich. Der flüssige Elektrolyt der Li-Ion-Zellen wurde bei den Li-Polymer-Zellen (Li-Po) durch einen eingedickten ersetzt.
Der Nachteil der noch relativ geringen Strombelastbarkeit wird dadurch wettgemacht, dass man mehrere dieser Zellen parallel anschließt. Dadurch verteilt sich der Strom auf die einzelnen Zellen. Trotzdem sind die Zellen noch leichter, als die oben genannten Technologien. Auf Grund der höheren Spannung der Einzelzelle ersetzt eine Li-Po-Zelle drei NiCd- oder NiMH-Zellen. Die Li-Po-Technik hat den Vorteil, dass die Zellen eine sehr geringe Selbstentladung haben und dadurch auch mal einen Monat liegen dürfen, bevor sie gebraucht werden. Dem spontanen Einsatz im Modell steht dann nichts entgegen und man wird kaum einen Unterschied zu einer frisch geladenen Zellen bemerken.
Die Lithium-Zellen dürfen jedoch nur mit einem dafür vorgesehenen Ladegerät geladen werden. Vorzugsweise sollten bei der Ladung sogenannte Balancer verwendet werden, die dafür sorgen, dass die Zellen nicht überladen werden, da die Zellen einzeln überwacht werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Zellen sich durch Überladung aufblasen und platzen. Pro Zelle wird ein Balancer benötigt, der auch extern angeschlossen werden kann, so dass nicht jeder Pack seinen eigenen Balancer benötigt. Parallel geschaltete Zellen werden wie Einzelzellen behandelt und benötigen auch nur einen Balancer. Wichtig in diesem Zusammen ist, dass die Zellen bei Parallelschaltung zuerst parallel verschaltet werden; erst danach werden sie seriell verschaltet, um die erforderliche Spannung zu erreichen. Die gebräuchliche Bezeichnung z. B. 5s3p ist also schaltungstechnisch nicht korrekt, es müsste eigentlich 3p5s heißen.
Durch die Reaktion des Lithiums mit dem Luftsauerstoff kann es dann zu einer Verpuffung mit einer Stichflamme kommen. Daher sollte man diese Zellen während der Ladung auf einem feuerfesten Untergrund platzieren und nichts leicht Brennbares in der unmittelbaren Nähe liegen lassen. Keinesfalls darf mit Wasser gelöscht werden, da dieses die Reaktion verstärkt.
Damit will ich keine Panik verbreiten, im Gegenteil, ich bin der Meinung, dass, mit eine wenig Wissen und Verantwortungsbeswusstsein, der Gebrauch dieser Technik nicht gefährlicher ist als bespielsweise Kartoffeln schälen. Auch gegen Tiefentladung sind diese Zellentypen recht anfällig. Daher sollten geeignete Vorkehrungen getroffen werden, um die bald erreichte Mindestspannung anzuzeigen. Dieses kann optisch (LED) oder akustisch (Piepser) geschehen, am Besten man verwendet gleich einen Li-Po geeigneten Regler, der außer beim Hubschrauber, die Motordrehzahl zurück regelt.
Update:
Die Lithium-Technik hat in den vergangenen Jahren einen Sprung gemacht, den bisweilen niemand zu träumen gewagt hätte. Die anfängliche Parallelschaltung von kleinen Zellen sieht man nicht mehr. Die Kapazität und Strombelastbarkeit der neuen Zellen ist fast schon abartig hoch. Stromspitzen von mehreren Hundert Ampere sind möglich. Auch von den ehemaligen Horrorgeschichten über abgebrannte LiPos hört man fast nichts mehr. Die Preise hingegen sind weiterhin im Fallen.
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