BuiltWithNOF
EasyGlider / EasyGlider Electric

Die Kurzvorstellung

Das Modell besteht aus dem nahezu unzerstörbaren Elapor und wird von der Fa. Multiplex hergestellt. Alle für den Bau erforderlichen Teile, mit Ausnahme der RC-Anlage und des Klebers, sind im Bau-, besser gesagt Montagekasten enthalten.

Multiplex bietet den EasyGlider als reinen Segler und in der Version EasyGlider Electric auch mit E-Antrieb an. In der E-Version sind noch Motor, Getriebe, Luftschraube und Luftschraubenmitnehmer enthalten.

Die Bauausführung

Zuerst werden die Servos mit den entsprechenden Empfängeranschlüssen verbunden und die RC-Anlage in ihren Grundzügen programmiert, d. h. Servolaufrichtung, -mittenverstellung und Kanalzuordnung. Danach geht es an den eigentlichen Bau.

Der Rumpf besteht aus zwei senkrecht geteilten Halbschalen, in die zuerst die fertigen Bowdenzüge für die Höhen- und Seitenruder eingeklebt werden. Anschließend werden die für diese Ruder zuständigen Servos in dafür passgenaue Ausnahmen gedrückt, sofern man die HS 81 oder baugleiche verwendet und die abgekröpften Anlenkungen eingehängt. Nachdem noch das Antennenröhrchen und der fertige Hochstarthaken in eine Rumpfseite geklebt wurden, werden die beiden Hälften miteinander verklebt. Die Verklebung erfolgt immer mit mittelfüssigem Sekundenkleber auf der einen und Aktivator auf der anderen Seite. Rechts und links des Haubenausschnittes werden noch die Haubenverriegelungen eingeklebt. Hierbei handelt es sich um Fertigteile aus Kunststoff, die mit den in die Haube einzuklebenden Gegenstücke einen Schnappverschluss bilden, so dass von außen keine Verriegelung zu sehen ist.

Nachdem das Höhenruder durch zwei Schnitte in Flugrichtung getrennt wurde, bewegt man die Ruderfläche mehrmals hin und her, um das Scharnier beweglicher zu machen. Die Ruder werden in allen Fällen nicht abgetrennt. Das Scharnier besteht aus dem gleichen Material wie der Rest des Modells. Die Ruderhörner werden in entsprechende Ausformungen der Ruder geklebt, nachdem zuvor die Gestängeanschlüsse angeschraubt wurden. Seiten- und Höhenflossen werden über Verzahnungen in Position gehalten. Gleiches gilt für die Höhenflosse auf dem Rumpfheck. Ein einzuklebendes Scharnier verbindet den Teil des Seitenruders unterhalb des Höhenruders mit dem Rumpf. Wenn alles passgenau sitzt, wird es wieder demontiert und mit Sekundenkleber verklebt.

Die Tragflächenhälften besitzen lediglich zwei Klebestellen. Nachdem die Querruder wie das Höhenruder ausgeschnitten  und beweglich gemacht wurden, werden die Ruderhörner eingeklebt. Die zweite Klebung bezieht sich auf die Verbindung des unteren Holmverbinderlagers mit der Tragfläche. Zuvor werden noch die HS 55 Servos in die ebenfalls passgenauen Schächte gedrückt. Für die Servokabel, die noch bis in den Rumpf verlängert werden müssen, sind bereits Schlitze vorhanden. In meinem Fall mussten die Schlitze in den unteren Holmverbinderlagern frei Hand durch Nachschneiden vergrößert werden, da ich das dickere verdrillte Servokabel zur Verlängerung verwendet habe. Die Lötstellen im Flügel sind versetzt angebracht, so dass auf eine zusätzliche Isolierung verzichtet werden kann. Das abgeschnittene Servokabel mit Stecker wird im Rumpf wieder angelötet. Durch das verdrillte Servokabel kann ich auf die empfohlenen Ringferrite verzichten, was die Handhabung beim Einfädeln der Servokabel in den Rumpf natürlich erleichtert. Die Ruderanlenkung erfolgt durch einen abgekröpften Draht am Servo, der am Ruderhorn in den Gestängeanschlüssen gehalten wird. Alle Servos werden am Einfachsten mit jeweils mit zwei Tropfen Heißkleber aus der Pistole fixiert.

Der Zusammenbau erfolgt gänzlich ohne Werkzeug: Holmverbinder in eine Flächenhälfte einschieben und die Tragflächenhälften durch den Flächenausschnitt im Rumpf zusammen schieben. Die Wurzelrippen haben Anformungen ähnlich wie Puzzleteile, die im Rumpf ineinander greifen und die Fläche nahezu unverrückbar zusammen hält. Im Rumpf selbst befinden sich noch Anformungen, die die Flächen richtig positionieren.

Nach dem Einbau von Empfänger und -akku geht es an das Auswiegen. Ich benötigte zusätzlich zu einem 4/600 NiCd AA-Akku noch 20 g Blei, um den Schwerpunkt an den angegebenen Punkt zu bekommen. Danach erfolgt die genauere Programmierung der RC-Anlage. Die Ausschläge wurden nach Bauanleitung eingestellt. Sinnvoll ist es, einen Mischer für die Querruder zu programmieren, um diese zur Landung nach oben zu stellen. Gleichzeitig wird Tiefe zugemischt.

Wie er fliegt

Der Erstflug verlief völlig problemlos: Ein Schubs aus der Hand und das Modell glitt über den gesamten Platz. Auf Grund des fast nicht vorhandenen Windes das Ganze noch einmal in Gegenrichtung und dann an den Flitschengummi für HLG’s. Auch hier gab es keine Überraschungen. Zwischenzeitlich durfte der EasyGlider auch mehrere Starts an einem 30 m Hochstartschlauch mit 100 m Nylonseil absolvieren, das eigentlich für Modelle der Klasse um 3 kg gedacht war. Auch hier gab es nichts zu beanstanden. Die Landung wird durch das Aufstellen der Querruder noch vereinfacht.

Der EasyGlider fliegt sehr langsam. Die Ruderfolgsamkeit ist gut und ausgewogen. Für etwas mehr Wind sieht Multplex das Aufballastieren mittels eines M 8 Gewindestabes vor, der einfach in das Holmverbinderrohr eingeschoben wird. Ich habe den Gewindestab in 500, 300 und 200 mm-Abschnitte unterteilt, um so unterschiedlich ballastieren zu können. Die Abschnitte werden durch passende Balsaholzreste, die ebenfalls in das Verbinderrohr geschoben werden, in der Mitte des Rohres fixiert. So sind auch Kominationen mit unterschiedlichen Abschnitten möglich.

Der erste F-Schlepp steht noch aus. Hierzu ist unten an der Rumpfspitze ein Streifen Flauschband angebracht, das Schleppseil erhält ein Stück Hakenband. Um die Verbindung zu trennen, sieht die Bauanleitung vor, dass der EasyGlider in eine Kurve gelegt und kräftig Höhe gezogen wird. Zum Schleppen bietet sich meine Magister geradezu an oder die vergleichbar motorisierte meines Freundes Christian.

Er ist so gut, da musste ich den EasyGlider Electric auch noch kaufen!

Die elektrische Variante habe ich zunächst mit dem Originalantrieb und 8 Zellen GP 1100 geflogen. Diese Ausstattung reicht zum normalen Fliegen völlig aus. Doch der Wunsch nach einem leistungsfähigeren und leiseren Antrieb haben mich zu einem Umbau auf einen robbe ROXXY 2827-26, gespeist von einem 3s1p 2200 mAh Lipo veranlasst. Der Leistungszuwachs ist augenscheinlich. Auch bei bockigem Wetter geht es jetzt in Abwindbereichen noch aufwärts. Motorlaufzeiten von 11 Minuten bei 75 % Entladetiefe sind möglich. Flugzeiten von 45 Minuten sind die Regel, von einer Stunde keine Seltenheit. Als Steller kommt ein Simprop Magic-Speed 18 zum Einsatz, für die Umsetzung in Vortrieb zeichnet eine AeroNaut Glas 9,5 x 5 “ verantwortlich.

Technische Daten

Modell

EasyGlider / EasyGlider Electric

Spannweite

1800 mm / dito.

Länge

1130 mm / 1115 mm

Gewicht

720 g / 892 g

Tragflächeninhalt

0,416 m² (FAI) / dito.

Tragflächenbelastung

16,98 N/m² (FAI) / 21,03 N/m³ (FAI)

Profil

unbekannt

Motor

entfällt / robbe ROXXY 2827-26

Luftschraube

entfällt / KLS AeroNaut 9,5 x 5 “

Akku - Antrieb

entfällt / 3s1p 2200 mAh Lipo

Empfänger

Multiplex M-Link RX-7-DR Light

Servos

 

- Höhe/Seite

2x HS 81 / dito.

- Quer

2x HS 55 / dito.

- Steller

entfällt / Simprop Magic Speed 18

Akku - RC

4/600 AA Sanyo NiCd / BEC

Vario

 

entfällt / entfällt

 

0

1

2

3

4

[Home] [Modellbau] [Fläche] [Hubschrauber] [Eingesetzte Techniken] [Tipps und Tricks] [Mein Verein] [Fotogalerie] [Über mich] [Update-Chronologie] [Impressum]