BuiltWithNOF
Elektro-Motoren

Hier erfolgt die erste Unterteilung in Bürsten- und bürstenlose Motoren. Alle hier besprochenen Motoren besitzen ein permanent erregtes Magnetfeld, was nichts anderes heißt, als dass ein Magnetfeld durch einen Dauermagneten erzeugt wird.

 

Bürstenmotoren

Die meisten Bürstenmotoren verwenden als Stromzuführung so genannte Kohlen, einige der Kleinstmotoren besitzen nur kleine Blechlaschen. Sie übertragen den Strom auf den auf der Welle sitzenden Kommutator. Er sorgt dafür, dass quasi im richtigen Moment der Strom auf die richtige Spule im Anker verteilt wird. Dieser Motorentyp ist an seinen Anschlusskabeln, von denen zwei vorhanden sind, zu erkennen. Der durch die Spule fließende Strom erzeugt ein Magnetfeld, die Dauermagneten ein weiteres. Diese beiden Magnetfelder beeinflussen sich gegenseitig durch anziehen und abstoßen, wodurch die Welle, die ja drehbar gelagert ist, in Rotation versetzt wird. Dabei werden die Magnetfelder sozusagen verbogen, mit der Folge, dass die Kommutierung nun nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt erfolgt und am Übergang Kohle zum Kommutator ein stärkerer Abreißfunke entsteht. Dieser wiederum bedeutet Verlust. Er heizt den Motor auf, sorgt für erhöhten Verschleiß an Kohlen und Kommutator und kann mitunter starke Störungen der RC-Anlage hervorrufen. Aus diesem Grunde werden gute und zumeist leistungsstarke Motoren mit einem Timing versehen. Die Kohlen werden gegen die Laufrichtung verdreht eingebaut oder eingestellt. Dieses Timing bedeutet aber auch, dass der Motor nun für eine Vorzugsdrehrichtung eingestellt ist und nur in dieser Richtung sein optimales Laufverhalten an den Tag legt.

 

Brushless

Die bürstenlosen Motoren werden allgemein als Brushless-Motoren bezeichnet. Wie der Name schon sagt, besitzen diese Motoren keine Bürsten und somit auch keinen Kommutator. Die zeitgerechte Verteilung des Stromes auf die Spulen geschieht außerhalb des Motors im Drehzahlsteller oder -regler. Dieser Motorentyp ist durch seine drei Anschlusskabel erkennbar. Einfach ausgedrückt, wird, durch die zeitlich richtige Ansteuerung der Anschlussleitungen und der daran angeschlossenen Spulen, ein sich drehendes Magnetfeld erzeugt. Auch hier treffen so zwei Magnetfelder aufeinander, die letztendlich die Rotation der Welle erzeugen.

Bei den Brushless-Motoren unterscheidet man noch zwischen Innen- und Außenläufern. Während sich bei den Innenläufern die Spulen außen unterhalb des Gehäusemantels befinden und ein Dauermagnet (Rotor) mit der Welle rotiert, sind die Spulen beim Außenläufer innen angeordnet (Stator) und die Magnete befinden sich auf der Innenseite des Motormantels (Rotorglocke). Die Rotorglocke wiederum ist über einen Mitnehmer (meist eine Scheibe) mit der Welle verbunden.

In puncto Leistung und Wirkungsgrad bestehen keine relevanten Unterschiede. Der gravierendste Unterschied liegt im Drehzahl- und Drehmomentverhalten. Die Innenläufer sind zumeist von schlanker Bauart (lang und dünn) und haben ein höheres Drehzahlniveau. Die Außenläufer hingegen sind sehr kompakt (kurz und größerer Durchmesser). Die Kraftentfaltung erfolgt im Luftspalt zwischen dem Rotor und dem Stator. Bauartbedingt liegt dieser Luftspalt bei den Außenläufern weiter außen, so dass diese ein deutlich höheres Drehmoment aufzuweisen haben und im Normalfall ohne Getriebe auskommen, um die gewünschten großen Luftschrauben antreiben zu können. Die Innenläufer gleichen dieses Defizit mit einer höheren Drehzahl aus, was bei größeren Luftschrauben regelmäßig den Einsatz eines Getriebes zwingend notwendig macht. Das erklärt auch die Ungeeignetheit der Außenläufer in Impellern, da dort hohe Drehzahlen erforderlich sind.

[Home] [Modellbau] [Fläche] [Hubschrauber] [Eingesetzte Techniken] [Tipps und Tricks] [Mein Verein] [Fotogalerie] [Über mich] [Update-Chronologie] [Impressum]