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Getriebe

Getriebe werden immer dann eingesetzt, wenn die hohe Motordrehzahl auf eine niedrige abgesenkt werden muss, um die Propeller in der erforderlichen Größe antreiben zu können. Zunächst kann man eine Hauptunterteilung in Zahnrad- und Zahnriemengetriebe vornehmen.

Die Zahnriemengetriebe haben als Vorteile eine hohe Laufruhe und einen guten Wirkungsgrad aufzuweisen. Sie sind in der Lage, große Leistungen zu übertragen. Dabei ändert sich die Drehrichtung der Abtriebswelle zur Motorwelle nicht, ein für Motoren mit Vorzugsdrehrichtung wichtiger Aspekt. Nachteilig ist der zumeist große Achsversatz zwischen An- und Abtriebswelle, was deren Verwendung in schlanken Rümpfen in der Regel ausschließt. Wegen der tangetialen Belastung durch den Zahnriemen, sollten nur Motoren mit Kugellagern zur Anwendung kommen.

Zahnradgetriebe gibt es in unterschiedlicher Ausführung. Einstufige Getriebe haben einen einfachen Aufbau bei gleichzeitig gutem Wirkungsgrad. Leider ändert sich die Drehrichtung zur Motorwelle. Daher wird die Verwendung von Motoren ohne Timing oder mit Timing als Linkslöufer erforderlich. Das gilt nicht bei Verwendung von linkslaufenden oder als Einsatz im Druckantrieb mit rechtslaufenden Luftschrauben. Durch den Einsatz eines zweistufigen Getriebes werden diese Nachteile wieder aufgehoben, jedoch leidet der Getriebewirkungsgrad geringfügig.

Eine Besonderheit stellt das innenverzahnte Getriebe dar. Es ist einstufig ausgeführt und ändert die Drehrichtung nicht.

Weite Verbreitung, besonders im oberen Leistungsbereich, haben die Planetengetriebe gefunden. Ihre Vorteile sind keine Drehrichtungsumkehr, kein Achsversatz, geringe Laufgeräusche, gute Wirkungsgrade und zumeist kleine Baugrößen. Der Nachteil der kurzen Abtriebswellenlagerung fällt im praktischen Betrieb nicht auf.

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